Interreligiöses Lernen im BIMU: interaktiv – multimedial – interkulturell


Interesse?

Bitte senden Sie eine Buchungsanfrage mit folgenden Angaben:

  • Schule im Land Hessen mit Adresse der Schule
  • Lehrkraft mit Kontaktdaten (Email und Telefon)
  • Lerngruppe: Jahrgangsstufe bzw. Altersgruppe, Anzahl der Schülerinnen und Schüler
  • Hinweis auf Unterrichtsfach
  • Terminvorschlag

Die Kosten werden für eine begrenzte Anzahl an Workshops pro Jahr vom Hessischen Kultusministerium für hessische Schulen übernommen. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Anmeldung. Sollte das Kontingent erschöpft sein, nennen wir Ihnen die anfallenden Kosten für den Workshop oder vereinbaren einen Termin für das Folgejahr.

  • Interkulturelles Projekt am BIMU im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen

    Dieses kostenfreie Angebot gilt für Schulen im Land Hessen.

    Geeignet für alle Schulformen und Jahrgänge

    100 Min.

Der Workshop

Schülerinnen und Schüler erleben selbstentdeckend Grundlagen der drei Schriftreligionen Judentum, Christentum und Islam. Sie können einzelne Gemeinsamkeiten und Unterschiede benennen. Ein Schwerpunkt liegt auf Jerusalem als Stadt dreier Weltreligionen. Eine begrenzte Anzahl an Workshops ist auf Anfrage kostenfrei im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen.

Der Aufenthalt von Lerngruppen im BIMU beträgt für das Projekt 100 Minuten, die durch einen qualifizierten Museumsbegleiter oder eine qualifizierte Museumsbegleiterin betreut wird.

1. Teil: Besuch im Nomadenzelt - Avram-Abrahm-Ibrahim, Sarah, Hagar, Ismael und Isaak

Ein nachgebautes, begehbares Nomadenzelt führt nicht nur ein in die Welt der Bibel, sondern stellt auch für viele Besuchende, die selbst aus Westasien kommen, einen Wiedererkennungseffekt dar. Es ist deutlich, dass die „Bibel“ als heilige Schrift aus einer anderen Zeit und einer anderen Kultur stammt. Durch das Verkleiden können einige Rollen jener Kultur und Zeit übernehmen: männliche Kleidung mit Kopfbedeckung, weibliche Kleidung mit Kopfbedeckung, Rolle des Gastgebers, Rolle der Gastgeberin, Nomade, Nomadin. Die hebräische Vokabel „Schalom“ als biblische Begrüßung wird eingeführt und in Verbindung gesetzt mit dem verwandten arabischen Gruß „Salam aleikum“, zu Deutsch „Friede sei mit Euch“.

2. Teil: Selbstentdeckungsphase – Ausstellungsbereich „Tora, Bibel, Koran“

In Anknüpfung an die jüdisch-christlich-muslimischen Traditionen über Abraham/Ibrahim haben die Kinder/Jugendlichen in Kleingruppen den Auftrag, die heiligen Schriften Tora/Bibel/Koran in der Ausstellung zu entdecken und sich darüber zu informieren. Sie teilen ihre Entdeckungen mit.

3. Teil: Gruppenarbeit mit Gegenständen im Museumsbereich „Jerusalem und seine Welt“

Die Lerngruppe wird in Kleingruppen von 2-4 Kinder/Jugendliche aufgeteilt und bekommt die Aufgabe, anhand eines Gegenstandes, den sie in der Hand halten, das originale Fundstück aus vergangenen Zeiten zu finden. Dort verschafft sich die Kleingruppe einen Überblick, um folgende Fragen zu beantworten: Wie lautet die Bezeichnung für den Gegenstand? Wozu dient er? Was hat das mit Religion, Pilgern und Feiertagen zu tun? Die Museumsbegleiterin bzw. der Museumsbegleiter unterstützt die Gruppen bei der Erarbeitung ihrer Aufgabe. Im Ausstellungsbereich stehen dazu Texte, Hörstationen, Modelle, Videos und verschiedene Mitmachelemente, die die Kinder/Jugendlichen einsetzen können, zur Verfügung.

4. Teil: Präsentation der Gruppenergebnisse mit Gang durch die Ausstellung

Nach der Erkundungsphase präsentieren die einzelnen Kleingruppen im Plenum ihre Ergebnisse bei einem Rundgang durch die Ausstellung unter Anleitung der Museumsbegleitung. Die Ergebnisse werden in Beziehung zu dem Vorwissen der Kinder/Jugendlichen zu den Schriftreligionen gesetzt. Die „heilige Stadt Jerusalem“ wird gemeinsam vertieft und die religiösen Hintergründe der Feiertage „Karfreitag, Ostern“ erschlossen. Es wird über die religiöse Vorstellung der Auferstehung der Toten diskutiert.

PDF Flyer mit Information im Überblick zum Download