Respekt!

Die Samaritaner:innen in der Bibel und heute

Eine der ältesten und kleinsten Religionsgemeinschaften der Welt ist in aller Munde: Rettungsdienste und Krankenhäuser tragen den Namen der "Samariter". International schützt "The Good Samaritan Law" Helfende vor Strafverfolgung.

Doch wer sind die Samaritaner:innen? Kaum bekannt ist diese Mikrogemeinschaft von 850 Menschen, die sowohl im modernen Israel leben, als auch in der Westbank auf ihrem von alters her heiligen Berg Garizim bei der palästinensischen Stadt Nablus. Sie führen sich zurück auf die biblischen Personen Aaron und Joseph. Das Ringen um Respekt und Anerkennung zu allen Zeiten hat sich nicht nur in die ältesten Texte der Bibel eingeschrieben, sondern prägt das Handeln von Menschen bis heute.

Im März 2023 wird das BIMU eine neue Ausstellung eröffnen, die einen noch nie dagewesenen Zugang zu Leben, Kultur und Geschichte der Samaritaner:innen bietet. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Yeshiva University Center for Israel Studies und dem Museum of the Bible unter der Leitung von Prof. Steven Fine entwickelt und ist die erste ihrer Art. In Frankfurt wird sie in Kooperation mit Prof. Benedikt Hensel, Lehrstuhl für Altes Testament an der Carl-von-Ossietzky Universität, Oldenburg, durchgeführt.

Einzigartige Videos, von denen einige in familiären und häuslichen Umgebungen gefilmt wurden, zeigen die verschiedenen Lebenserfahrungen der Samaritaner:innen.

Die Ausstellung führt wertvolle Handschriften, Drucke und Artefakte der letzten 2000 Jahre in einer Schau zusammen mit den modernen Zeugnissen vom Leben einer kleinen, aber lebendigen Gemeinschaft. Interaktive Stationen stellen die Fragen nach der eigenen Identität und die Frage, nach dem was zu tun ist.

Wertvolle Leihgaben kommen aus Israel, New York, Washington, Paris, Fribourg, Berlin, München und Frankfurt.


Eine Ausstellung im Bibelhaus ab 1. März 2023.