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Sola Scriptura? Kritische Forschung zu Heiligen Schriften

Mit dem Reformationsjubiläum bis zum Jubiläumsjahr des Septembertestaments 2022 startet das Bibelhaus eine Vortragsreihe, die sich mit der Forschung zur Bibel beschäftigt. Luthers Forderung „Sola Scriptura – allein die Schrift“ hat die Geschichte der Reformation bestimmt. Inwiefern gilt das heute noch? Seit über 200 Jahren werden Schriften im Zusammenhang ihrer Entstehung kritisch untersucht – darunter auch Texte der Bibel. So erscheint die „Heilige Schrift“ im 21. Jahrhundert in einer anderen, kritischeren Sichtweise. Namhafte Forscher und Vertreter der Kirchen nehmen hierzu im Bibelhaus Erlebnis Museum anhand von aktuellen Beispielen Stellung. Die Teilnahmegebühr beträgt jeweils 5 Euro.

Dr. Volker Jung

Bisherige Vorträge in der Reihe "Sola Scriptura?"

 

 

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung:  Alte Schriften und moderne Fragen am Mittwoch, 21. Februar 2018


Warum die Bibel immer noch etwas zu sagen hat

 

Wie kann man sich in den Diskussionen um moderne  gesellschaftliche Fragen an der Bibel orientieren?

Wie verhalten sich die verschiedenen Sichtweisen auf den biblischen Text?

Diese Fragen fordern uns immer wieder neu heraus, Antworten zu finden.

Sei es bei Diskussionen um die sogenannte „Ehe für alle“ oder andere Themen.

Zur Person

Pfarrer Dr. Dr. h. c. Volker Jung, geb. 1960, ist seit 2009 Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Seit 2015 ist er Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Nach dem Studium der evangelischen Theologie in Bethel, Heidelberg und Göttingen arbeitete Jung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Theologie der Universität Göttingen. Ab 1991 war er zuerst Vikar, später Pfarrer im oberhessischen Dekanat Alsfeld. 1997 wechselte er nach Lauterbach. Von 1998 bis 2008 war er Dekan, zuerst des Dekanats Lauterbach, dann des neugegründeten Dekanats Vogelsberg.

Volker Jung ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

 

Dr. Orit Shamir
Dr. Orit Shamir

Montag, 27. November 2017, 19.30 Uhr

 

 

Dr. Orit Shamir: Qumran Textiles and the Garments of Qumran's Inhabitants Compared to the Jewish Society around them

 

 

Vortrag zur Qumranforschung in englischer Sprache in der Reihe "Sola Scriptura?"

In den Höhlen am Toten Meer wurden nicht nur Schriftfragmente gefunden, sondern auch eine einzigartige Fülle textiler Stoffe hat sich auf Grund des Klimas erhalten. Der Vortrag geht der Frage nach, ob diese Textilien hinsichtlich der genutzten Stoffe und ihrer Herstellungstechnik mit den Bewohnern der Siedlung von Qumran und der jüdischen Bevölkerung der Gegend in Verbindung gebracht werden können.

Dr. Orit Shamir ist Mitarbeiterin der Israelischen Antikenverwaltung und Spezialistin für antike Stoffe und hat neben vielen Aufsätzen zum Thema Ausstellungen mit den organischen und textilen Funden vom Toten Meer kuratiert. Für die Antikenverwaltung betreut sie die archäologischen Ausstellungen an den Israelischen Museen

Anmeldung unter info(at)bibelhaus-frankfurt.de / Gebühr: 5 Euro

Es handelt sich um einen öffentlichen Vortrag innerhalb des Symposiums am Bibelhaus 2017 zum Thema:

Text – Pluralität – Identität: Die Schriftrollen vom Toten Meer

am 27. und 28 November zur Vorbereitung einer Ausstellung in Frankfurt. Näheres ist der Einladung zu entnehmen.

 

Prof. Dr. Matthias Konradt
Prof. Dr. Matthias Konradt

 

"Die historisch-kritische Exegese und das reformatorische Schriftprinzip": Vortrag von Prof. Dr. Matthias Konradt am Mittwoch, 27. September 2017

Mit den Folgen der historisch-kritischen Bibelwissenschaft für die Autorität der Heiligen Schrift beschäftigt sich ein Vortrag von Professor Dr. Matthias Konradt.

Auf dem Wormser Reichstag 1521 hat Martin Luther die Schrift ins Zentrum gerückt: Wenn er nicht auf Grund der Schrift widerlegt werde, werde er nicht widerrufen. Der Grundsatz, dass „allein die Schrift“ Grundlage und Maßstab des Glaubens sein soll, gehört zu den zentralen Pfeilern der Reformation und der aus ihr hervorgegangenen Kirchen. Was aber bedeutet dieser Grundsatz im Lichte moderner Bibelwissenschaft mit ihrem historisch-kritischen Zugang zu den biblischen Texten, die sich im Gefolge der Aufklärung herausgebildet hat und seit Langem an den Universitäten Grundlage der Ausbildung von Pfarrern und Lehrern ist? Die biblischen Schriften werden hier als Erzeugnisse von Menschen in ihre kultur- und geistesgeschichtlichen Kontexte eingeordnet.

Zudem hat die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Bibel die theologischen Unterschiede zwischen den einzelnen Schriften deutlich vor Augen geführt. Worin kann dann aber die Autorität der biblischen Schriften in der heutigen Theologie bestehen? Und wie kann die Bibel, wenn sie selbst vielstimmig ist, noch als Richtschnur dienen? Der Vortrag analysiert die Folgen, die sich aus dem wissenschaftlichen Geltungsanspruch der historisch-kritischen Bibelauslegung für die Rolle der Bibel in der Theologie ergibt, und will aufweisen, dass die historisch-kritische Bibelauslegung alles andere als ein Schaden für den Glauben ist, sondern ihre Erkenntnisse über die Vielgestaltigkeit der in ihr verarbeiteten Gotteserfahrungen einen großen Reichtum bedeuten und für die ökumenische Verständigung zwischen den Kirchen von großer Bedeutung sind.

Matthias Konradt ist 1967 in Bochum geboren. Evangelische Theologie studierte er in Bochum und Heidelberg. Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter war er von 1999 bis 2003 am Sonderforschungsbereich „Judentum – Christentum“ an der Universität Bonn tätig. 2009 wechselte er als Dozent für das Neue Testament von Bern nach Heidelberg. Seine bedeutendsten Veröffentlichungen beschäftigen sich mit dem Matthäusevangelium, dem Jakobusbrief und der Gerichtsvorstellung in den Paulusbriefen. Seit 2013 ist er Hauptherausgeber der „Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft“.

Dr. Benedikt Hensel

 

Dr. Benedikt Hensel  über „Israels vergessene Kin­der“ am Dienstag, 13. Juni 2017

Dr. theol. habil. Benedikt Hensel hät einen Vortrag unter dem Titel „Israels vergessene Kinder: neuere archäologische und literaturgeschichtliche Ansichten über die Samaritaner zur Zeit der Entstehung des Alten Testamentes“ am Dienstag, 13. Juni, 19.30 Uhr im Bibelhaus. Hensel ist Privatdozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Altes Testament und Biblische Archäologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Das antike Judentum hatte religiöse Konkurrenz: Die Samaritaner, die wir im Neuen Testament als Samariter kennen, hatten schon zur Zeit der Entstehung des Alten Testaments nahe Jerusalem einen zweiten riesigen Jahwe-Tempel errichtet. Dieser Tempel ist nun gefunden worden – eine archäologische Sensation! Welche Bedeutung hatte des Heiligtum zu damaliger Zeit? Welchen Einfluss hatten sie auf die Entstehung der Bibel? Warum aber werden die Samaritaner kaum erwähnt in der Bibel? Diesen Fragen soll im Vortrag nachgegangen werden.

Professor Dr. Reinhard Gregor Kratz über "Qumran und die Hebräische Bibel" am Montag, 20. März 2017

Professor Dr. Reinhard Gregor Kratz

Was hat der Fund der Schriftrollen von Qumran am Toten Meer Neues über die Bibel mitgeteilt? Und was heißt das für das reformatorische Prinzip „sola scriptura“ – allein die Schrift? Damit beschäftigt sich Professor Dr. Reinhard Gregor Kratz in einem Vortrag am Montag, 20. März, 19.30 Uhr im Frankfurter Bibelhaus.

Die ersten antiken Handschriften wurden 1947 in Höhlen rings um die Ruinenstätte Qumran ent­deckt. Gefunden wurden die bis dahin ältesten Bibelhandschriften in der hebräischen Ursprache und die Texte einer frommen jüdischen Gemeinschaft, der Essener. Die Textfunde werden der Zeit des zweiten Jerusalemer Tempels zugeordnet, den im Jahr 70 nach Christus die Römer zerstör­ten. Für die biblische Wissenschaft gaben die Funde bedeutende Hinweise zur Überlieferung und Auslegung der Hebräischen Bibel.

Professor Kratz ist Dozent für Altes Testament an der Fakultät für Evangelische Theologie der Georg-August-Universität Göttingen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die altorientali­sche und alttestamentliche Prophetie, die Literatur- und Theologiegeschichte des Alten Testa­ments sowie das Judentum in persischer und hellenistischer Zeit. Der 59-jährige Theologe er­forscht in einer Kooperation mit der Universität Haifa (Israel) die Interpretation des biblischen Buches Genesis in den Schriftrollen vom Toten Meer.

Kai Michel über "Das Tagebuch der Menschheit" am Mittwoch, 8. Februar 2017

Kai Michel

Was die Bibel über die Evolution verrät“ erfahren Besucherinnen und Be­sucher eines Vortrags von Kai Michel am Mittwoch, 8. Februar, 19.30 Uhr im Frankfurter Bibel­haus. Der Historiker und Journalist hat gemeinsam mit dem Anthropologen Carel van Schaik den Bestseller „Das Tagebuch der Menschheit“ geschrieben.

Das Buch stützt sich auf die Kognitionswissenschaft und Evolutionsbiologie, Religionswissenschaft und Archäologie und führt in der Bibel vom Garten Eden über den Exodus aus Ägypten bis nach Golgatha und zur Apokalypse. Eröffnet wird dabei eine neue Perspektive auf die Evolution des Menschen und der Religion. „Die Bibel, gelesen als ein Tagebuch der Menschheit, geht uns alle an – selbst dann, wenn wir nicht an Gott glauben“, ist sich Michel sicher.

Der 49-jährige gebürtige Hamburger war unter anderem Wissenschaftsredakteur bei der Wochen­zeitung „Die Zeit“. Er beschäftigte sich vor allem mit Themen der Archäologie, Religion und Evolu­tionsbiologie. Heute lebt er als Buchautor und Journalist in Zürich und im Schwarzwald. „Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät“ ist im Rowohlt-Verlag erschienen.

Weitere Informationen mit den Themen der Führungen auf dieser Website im Kalender zu finden.

Das Halbjahresprogramm des Bibelhauses gibt es in gedruckter Form im Bibelhaus und kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

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